Donnerstag, 1. Januar 2009

all the gourmet-ladies, put some schaum on it .

Sollte es mir zu denken geben, dass ich ein bißchen traurig bin, das perfekte Promi-Dinner Silvester Special mit den sich angeblich anzickenden Karl Dall und Olivia Jones verpasst zu haben weil ich selbst essen war in einem Restaurant, wo es die Lieblingsgeschmacksrichtungen der Deutschen, nämlich "viel" und "billig" nicht gab, dafür eine große Vorliebe für Lebensmittel in Schaumform? Ich denke schon. Zur Versöhnung des Widerspruchs zwischen meinem (sehr aktiven) Fantasieleben auf der Fernsehcouch sowie dem (unterentwickelten) Echtleben außerhalb hämischer Bemerkungen über Geschehen auf Bildschirmen, traf es sich gut, dass eine echte C-Prominente und Ex-Teilnehmerin des Promi-Dinners anwesend war und SOGAR DAS WORT AN MICH richtete.




Als kurz vor Mitternacht die Gäste sich anschickten dem Explodieren von Schwarzpulver beizuwohnen, vielleicht um sich endlich mal wie im Gazastreifen zu fühlen, und die Unternehmensberater- und Medienmischpoke der Nebentische samt ihrer Begleitungen in Lollypopformat (Strichbeine, Riesenkopf) das Gekokse und Indoorgeböller kurz unterbrach um vor die Tür zu gehen, wagten wir es, Widerstand zu zeigen und blieben sitzen. Es war aus unserer Sicht nicht einzusehen, was an einem verqualmten Straßenzug voller Kinder mit Lidltaschen voller Chinaböller und dem Willen, diese aus Freude über das neue Jahr dem erstbesten ins Gesicht zu jagen bei Temperaturen unter Null Grad so erstrebenswert sein sollte. Dieser Akt der Rebellion wurde von Frau Steffl zunächst mit einem verständnislosen Blick, dann mit nachdrücklichen Aufforderungen, es doch "wie in der Lindenstraße" zu machen und Mitternacht Wiener Walzer auf der Straße zu tanzen, quittiert. Das habe etwas mit "Wiener Blut" zu tun, ein Bezug, der sich mir angesichts unserer geographischen Lage bis jetzt noch nicht erschlossen hat.
Meine Antwort, ich tanze innerlich, stellte sie scheinbar zufrieden. Sie meinte, das Wiener Blut fließe ja auch innerlich. Nur eben nicht in mir, dachte ich mir, sagte es aber nicht. Immerhin gibt es durchaus Berührungspunkte zwischen Österreich und mir, allerdings ausschließlich in Form von Grissemann und Stermann:



In völlig unrelated news konnte ich sowohl der Mitbewohnerin als auch der Anderen das Versprechen abringen, das kommende Jahresende mit einer Aufführung hiervon zu veredeln:



Und wieder schließt sich ein Kreis: Sandra Steffl kochtre einst mit und für Detlef D! Soost, das heißt, da ich ja jetzt quasi mit ihr befreundet bin, wird er uns zwangsläufig das bißchen Choreo draufschaffen. Ich rechne mit zwei Tagen. Bis dahin sollte dieses Instruktionsvideo genügen:

Kommentare:

die andere hat gesagt…

No No No, das hatte ich völlig vergessen... Kannst Du mir dann etwa auch erklären, warum ich plötzlich einen Affen-Button besitze?

la bonette hat gesagt…

Das ist der Panic Button. Der Code ist...1...1...1...1. Zu pressen wenn im Raum schwebende Dummheit die Durchschnittlichsidiotie einer Traumschiffepisode übersteigt. Oder wenn Worte wie "Okidoki" fallen.

die andere hat gesagt…

Gilt es auch, wenn man bei der Hausführung darauf hingewiesen wird, dass auf Parkplätzen die Straßenverkehrsordnung gilt und man sein Fahrrad besser abschließen sollte? Oder wenn jemand fragt, ob man die Schließfächer abschließen kann? Oder wenn in einem Imagefilm der Satz fällt "Anzeigen sind eine für den Leser wichtige Informationsquelle. Daher sind unsere Anzeigen-Supplements auch online abrufbar? (wobei das Wort Supplement vermutlich nicht fiel)

la bonette hat gesagt…

Oh mein Gott, du arbeitest für Bernd Stromberg in der Capitol, Schadensregulierung M-Z. Ab jetzt gilt: Notwehr gegen Idiotie in Form von Kaffee-, Klopapier- und Büromaterialdiebstahl. Sowie Sprengung der Schließfächer.

die andere hat gesagt…

Der Kaffee kommt aus der Maschine, und man muss dafür bezahlen. Dafür bekomme ich ein Mitarbeiter-Abo. Happy times! I call it my private Junglecamp.